An einem Tag wie heute

13.8.1931

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In seinen Aufzeichnungen gesteht er: “Meine Kußmadonna – ich könnte sie aufessen.” Mehrere Jahre später erklärt er diesen Ausdruck: “Ich besaß eine kleine Marienstatue – die Kommunisten haben sie mir während des spanischen Bürgerkriegs gestohlen –, die ich die Kußmadonna nannte, denn ich betrat oder verließ nie das Haus, in dem sich unser erstes Studentenheim befand, ohne dieses Bild im Zimmer des Leiters zu küssen. Ich glaube nicht, daß ich es je mechanisch tat. Es war der Kuß eines Menschen, eines Kindes, das Angst hatte... Aber ich habe so oft gesagt, daß ich vor nichts und vor niemandem Angst habe, daß wir besser nicht von Angst sprechen. Es war der Kuß eines Sohnes, der sich wegen seiner allzu großen Jugend Sorgen machte und der bei Unserer Lieben Frau die ganze Zärtlichkeit ihrer Liebe suchte. Alle Stärke, die ich brauchte, suchte ich in Gott durch Maria.”