Heiliger Josefmaria
Die Heiligsprechung von Josemaría Escrivá
Akten und Zahlen der Heiligsprechung
Rom

Die Konzelebranten
Mit dem Papst haben 42 weitere Personen, darunter Kardinäle, Erzbischöfe und Priester, konzelebriert. Einer davon war Kard. José Saraiva Martins (Präfekt der Kongregation der Selig- und Heiligsprechungen), sowie die Kardinäle Antonio María Rouco Varela, Erzbischof von Madrid (der Diözese, in der der neue Heilige bis zu seiner Übersiedlung nach Rom wohnte, und in der 1928 das Opus Dei gegründet wurde), Sodano, Ruini, Meissner, Etchegaray. Zudem waren auch Msrg. Omella (Bischof von Barbastro, Geburtsstadt des Heiligen Josemaría), und Msgr. Javier Echevarría (Prälat des Opus Dei) anwesend.
Im Presbiterium
Auf der linken Seite des Papstaltares befanden sich die kirchlichen Würdeträger: mehr als 400 Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe. Viele von ihnen sind in Begleitung von Pilgern ihres eigenen Landes nach Rom gereist. Man kann auch auf die Anwesenheit von 50 afrikanischen, 53 spanischen und 55 italienischen Bischöfen hinsweisen. Unter diesen Bischöfen befand sich S.E. Msgr. Kondrusievic aus Moskau, der maronitischer Erzbischof ist, ein kaldesischer Bischof aus dem Libanon, sowie zwei Bischöfe aus Kuba. Zudem waren Vertreter der verschiedenen kirchlichen Institutionen anwesend, wie Msrg. Camisasca, Kiko Argüello, Carmen Hernández und Andrea Riccardi. Unter den Superioren der kirchlichen Orden waren unter anderen die Vertreter Konventsbrüder , der Mersedarier, der Dienerinnen des Barmherzigen Jesu, des Ordens der hl. Brigitte, usw. anwesend.
Die Vertretung Italiens, angeführt durch den Vizepräsidenten der Ministerrates, Gianfranco Fini, bestand nebst anderen aus Pierferdinando Casini (Präsident der Kongresses) und dem Innenminister Giuseppe Pisanu. Auch trafen sich der Präsident der Region Lazio (Francesco Storace), der Präsident der Provinz Roms (Silvano Moffa) und der Bügermeister von Rom (Walter Veltroni). Weitere italienische Persönlichkeiten waren Francesco Rutelli, Massimo D’Alema, Cesare Salvi, Domenico Volpini, Luigi Angeletti (UIL) und Albino Gorini (FISBA-CISL).
Die ofizielle Delegation aus Spanien, angeleitet von Ana de Palacio (Aussenministerin), zählte mit der Anwesenheit des Justizministers, dem Präsidenten von Navarra und dem Bürgermeister von Barbastro. Weitere anwesende Persönlichkeiten waren Mama Ngina Kenyatta und Lech Walesa. Schliesslich darf man auf die Präsenz verschiedener Persönlichkeiten aus dem Gebiet des Sports und der Kultur hinwiesen, wie zum Beispiel auf Angela Palermo de Lazzari (internationale Präsidentin der Hausfrauenliga), oder auf Rosalina Tuyuc (Aktivistin der Menschenrechte in Guatemala).
Der Doktor Nevado
In der ersten Reihe befand sich Doktor Manuel Nevado Rey, Chirurg, der 1992 dank der Fürsprache von Josemaría Escrivá auf wunderbare Weise von einer chronischen Radiodermitis geheit wurde. Dies war das Wunder, das für die Heiligsprechung untersucht wurde. Nevado Rey ist mit einer Gruppe Bekannter und Freunden aus Almendralejo (Badajoz, Spanien) nach Rom gefahren.
Hl. Kommunion
1.040 Priester haben auf dem Pestersplatz, dem Platz Pius XII. und der Via della Conciliazione die hl. Kommunion an die Gläubigen verteilt.
Blumen
Die Treppenstufen des St. Petersplatzes wurden mit einem Blumenteppich geschmückt, dessen Blumen aus Ecuador gekommen sind und ein Geschenk eines Verehrers des neuen Heiligen, des Blumenzüchters José Ricardo Dávalos sind. Ecuador ist eines der führenden Blumen-Export-Ländern der Welt. Aus diesem Land sind insgesamt 73.000 Blumen in Rom eingetroffen. Der seitliche Blumenschmuck beim Altar und dem Ambon ist ein Geschenk der Kooperative "Il Camino" aus San Remo. Diese italienische Kooperation hat 7.000 Rosen, Nelken und Anturien beigesteuert. Zusammen mit 25 weiteren Personen hat sich der deutsche Unternehmer Jürgen Kluempen dieser Initiative angeschlossen und nebst der Mithilfe am Geschenk hat er sich um den Transport der Blumen von Amsterdam nach Rom gekümmert. Des Weitern wurden aus Australien 200 “waratahs” geschenkt — einheimische rote Blumen –, um die Reliquien von Josemaría Escrivá während den Tagen zu begleiten, die sie in der Basilika von San Eugenio zur Verehrung durch die Gläubigen ausgestellt sind.
Das Messgewand des Papstes
Die liturgischen Gewänder und Gefässe, die der Papst bei der Zeremonie benutzte, wurden in Talleres de Arte Granda (Spanien) angefertigt. Das Messgewand wurde in Handarbeit speziell für diese Gelegenheit mit Stoff aus Neu Delhi (Indien) genäht.
Essen
Gemäss den Angaben des Organisationskommitees haben 55.000 Teilnehmer Lunchpakete bestellt, um sie in der Nähe des Petersplatzes zu verzehren. Jedes Paket enthielt zwei Sandwiches, ein Getränk, eine Frucht und etwas Süsses zum Feiern. Um die Kosten der Lunchpakte zu verringern, hat die Firma "Fiorucci" 30.000 Schinkentranchen, die "Interpan" aus Terni 35.000 Brötchen; "Ferrero" 15.000 Süssigkeiten "Snack and drink" und "Peroni" 40.000 Bierbüchsen gestiftet.
Das Pilger-Set
Das "Pilger-set" besteht aus dem Buch "Der Heilige Josemaría", dem "Führer und Programm”, einem Stadtplan von Rom und einem Umschlag für die Spende ans Projekt Harambee 2002. Zudem hat jeder Teilnehmer ein Büchlein in verschiedenen Sprachen bekommen, um der Heiligen Messe zu folgen.
Der Quai Heiliger Josemaría in Civitavecchia
Heute abend um 18.00 Uhr wird ein Quai im Hafen von Civitavecchia nach dem Heiligen Josemaría Escrivá benannt, wo mehr als 10.000 Teilnehmer der Heiligsprechung aus verschiedenen Mittelmeerstädten angereist sind. Zuerst wird eine ofizielle Zeremonie abgehalten, und nachher findet ein internationales Festival mit der Teilnahme der Schiffspassagieren statt, die zur Heiligsprechung gefahren sind.
Jugendliche
Eine massive Teilnahme der Jugendlichen auf dem St. Petersplatz. Die Organisatoren nehmen an, dass um die 80.000 Jungen und Mädchen anwesend waren, wovon ungefahr 2.000 als freiwillige Helfer mitgearbeitet haben.
Die jüngste Teilnehmerin der Heiligsprechung von Josemaría Escrivá war Mary Immaculate Ngwengeh Amungwa, die am Sonntag 22. September 2002 in Yaoundé, Kamerun zur Welt kam. Immaculate hat ihre erste Reise in Begleitung ihrer Eltern, Athanasius und Veronique, gemacht. Sie sind am 4. Oktober vom internationalen Flughafen in Nsimalen (Kamerun) abgeflogen.
Ältere Leute
Einer der ältesten Teilnehmer ist Quirino Glorioso, 99jährig, Priester in der Diözese von Laguna auf den Philippinen. Er erzählt, dass seine Pfarreimitglieder, da sie seine Andacht zum neuen Heiligen kannten, eine Sammlung gemacht haben, um ihm die Reise zu bezahlen. “Ich war noch nie in Rom und ich bin sehr zufrieden, dass sich mein Wunsch erfüllt hat, den Papst zu sehen, und der Heiligsprechung von Josemaría Escrivá beizuwohnen". Dann fügt er hinzu: "Josemaría ist 100 Jahre alt und ist schon heilig, ich bin 99 und…ich bin immer noch hier”. Auf dem Sagrato war auch der älteste Kardinal anwesend, der Jesuit Adam Kozlowiecki, der 1911 in Polen geboren wurde und zur Zeit in Zambia wohnt.
Teresa Funes, 82jährig, hat 1.800 km im Mini-bus hinter sich gebracht, um von Baza (Spanien) nach Rom zu reisen. "Ich hatte den grossen Wunsch, bei der Heiligsprechung dabeizusein, aber ich habe niemandem etwas davon erzählt”, erinnert sie sich. Ihre Kinder haben sie überrascht und eine Reise in Etappen im Mini-bus organisiert. “So kann ich meine Füsse bewegen, und alle paar Stunden können wir einen Halt machen, um uns die Beine zu vertreten...".
Um zu danken
An der Heiligsprechung haben auch viele Personen teilgenommen, um dem neuen Heiligen für die Heilungen “zu danken”, die sie seiner Fürsprache zuschreiben. Shirley Sangalang (Philippinen) hat sich zum Beispiel von einer schweren Gehörsinfektion erholt; Gabriela Hernández-Fumaro (New York), fünfjährig, wurde plötzlich von einer allergischen Reaktion geheilt, die bei einer Impfung aufgetreten ist; Nelson Shack aus Peruperuviano, hat sich von einer Lähmung erholt ,die durch Verletzungen in der Wirbelsäule bei einem Unfall verursacht wurden.
Weitere Personen, die auch eine eine aussergewöhnliche Heilung auf die Fürsprache von Josemaría Escrivá erhalten haben und bei der Zeremonie anwesend waren sind Acisclo Valladares Aycicena, Botschafter von Guatemala beim Heiligen Stuhl, und Virginie Arsma aus Holland, die ohne Schaden von einem schweren Verkehrsunfall davon kam.
Von nah & fern
Ein Pilger namens Mark Gardiner hat ausgerechnet, dass er 18.580 Kilometer zurückgelegt hat, um nach Rom zu kommen. Er kommt mit 8 weiteren Personen aus Wellington (Neuseeland): sie sind wahrschienlich die Teilnehmer, die den weitesten Weg zurücklegten. Dagegen sind es nur gerade 20 Meter, die der Priester Francesco Russo gehen musste, um auf den Petersplatz zu gelangen, denn er wohnt nämlich im Borgo Santo Spirito.
Medizinische Helfer
Ungefähr 150 freiwillige Helfer der Libera Università Campus Bio-Medico in Rom haben beim medizinischen Dienst mitgeholfen, der im Spital Santo Spirito angeboten wurde. Darunter zahlreiche Ärzte und Krankenschwestern der Poliklinik des Campus, sowie Studenten der letzten Jahrgänge des Medizinstudiums und der Krankenschwesternausbildung.
Fantasie, um das nötige Geld aufzutreiben
Für viele Teilnehmer bedetutete die Reise nach Rom ein grosses finanzielles Opfer. Dies war zum Beispiel der Fall bei 300 Einwohnern des Cañete-Tals, einer Zone in Peru, wo die Verehrung des seligen Josemaría sehr verbreitet ist. Aldegunda Chumpitaz erzählt, dass sie, um sich die Reise nach Rom zu bezahlen, verschiedene Aktivitäten unternommen haben, wie zum Beispiel die Herstellung und der Verkauf von 7.000 "picarones" pro Kopf ("picarones" sind typische Süssspeisen aus Kürbis, Hefe und Mehl).
Noel Macaraeg ist ein Junge aus den Philippinen, der an Leukämie erkrankt ist. Er ist das jüngste von 10 Kindern und hat eine grosse Andacht zum neuen Heiligen. Sein Bruder Raul hat eine Anfrage bei "Make a Wish Foundation" eingereicht; einer Stiftung in den Vereinigten Staaten, die sich der Realisierung von Wünschen unheilbar kranken Kindern widmet. Der Wunsch von Noel war der, mit seiner Familie an der Heiligsprechung vom seligen Josemaría teilzunehmern. Nachdem er zum Seligen gebetet hatte, ist der Wunsch dank der Stiftung in Erfüllung gegangen, da diese ihm, seinen zwei Schwestern und seiner Mutter die Reise nach Rom bezahlt hat: “Zuhause sind wir alle sehr glücklich”, sagt er.
Miguel Chigüichón ist ein Gärtner aus Guatemala. Seit sieben Monaten widmet er jeden Samstagnachmittag nach seinem Arbeitstag, bei Leuten zuhause,ihr Auto zu waschen. Mit dem verdienten Geld kann er sich die Reise bezahlen.
Natividad und Javier Isorna sind die Eltern einer kinderreichen Familie in Santiago de Compostela (Spanien). Um sich die Reise nach Rom finanzieren zu können, haben sie ein “Familien-Sparschwein” aufgestellt, in das Eltern und Kinder ihre Ersparnisse und Verdienste legen, die sie durch kleine Arbeiten während der der Heiligsprechung vorangehenden Monaten erhalten haben. Chus (16 Jahre) erzählt folgendermassen den Ursprung des Projektes: "Vati hat begonnen filloas (ein typisches Geicht von Galizien) zu machen und Mami Kuchen zu backen, und andere gaben Privatstunden. Ich hatte die Gelegenheit einer betagten Frau an den Wochenenden zu helfen und habe weitere Arbeiten zusammen mit meiner Schwester Paola gemacht. Wir haben auch während Festen und Empfängen Babies gehütet".
Lucille Gaudette aus Quebec (Kanada) hatte gehofft, der Heiligsprechung beizuwohnen. Aus ihrem Wunsch wurde aber nichts, da sie gegen eine Krebskrankeit ankämpft. Frau Gaudette hat bestimmt, dass ihre Teilnahme auf folgende Weise geschehen soll: sie schenkte ihre Ersparnisse den jungen Pilgern ihrer Stadt.
Teilnehmer anderer Religionen
Auf die Bitte des seligen Josemaría hin hat im Jahre 1950 der Heilige Stuhl die approbiert, dass auch Nicht-Katholiken beim Opus Dei als Mitarbeiter mithelfen können. Von da an haben sehr viele Personen verschiedenster christlicher Konfessionen, wie auch Angehöriger anderer Religionen bei den Aktivitäten der Prälatur mitgearbeitet.
Auf dem Platz war einer ihrer Vertreter anwesend: Hinrich Bues, protestantischer Pastor aus Hamburg (Deutschland); der russische Dichter Alik Zorin mit einer Gruppe Orthodoxer aus Russland; Herr Tapio Aho-Kallio, Professor für die lutheranische Religion an einer Schule von Helsinki (Finnland) und weitere Lutheraner aus Schweden und Norwegen; der chinesische Maler Gary Chu; einige Anglikaner aus Nigerien: Herr Gbenro Adegbola und Frau Funso Adegbola usw.
Rom öffnet seine Tore
Ungefähr 950 Familien aus Rom machen beim Programm “Benvenuti a casa mia” mit. Es sind dies Familien, die ihre Wohnungstüren den Personen und Familien öffnen, die ihnen vom Organisationskomitee zugeteilt wurden. Das Programm richtet sich an Pilger mit bescheidenen finanziellen Möglichkeiten.
“Die Familien von Rom”, erklärt Federica Paolini, die beim Programm mitarbeitet - haben eine lange Tradition der Gastfreundschaft”. Und sie fügt hinzu: “Für viele von uns war der selige Josemaría wirklich ein Vater. Ihm verdanken wir, dass wir die Kirche als eine Familie begreifen, und daher ist die Gastfreundschaft eine ganz natürliche Geste. Ich bin sicher, dass dies für alle eine unvergessliche Erfahrung wird”.
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