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Persönliche Zeugnisse

Ich bin Ehemann und Vater. Und auch ich habe eine Berufung

Joe Keefler, Informatiker, Familienvater, Stowe, Massachussets, USA

17 Mai 2009

Stichwörter: Apostolat, Gebet, Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz, Inneres Leben, Normaler Alltag
Joe Keefler spielt Soccer mit vollem Einsatz, um zu gewinnen. Nicht als ob er besonders gut wäre oder dafür bezahlt würde, sondern weil das seinem Lebensstil entspricht: Er macht alles mit ganzem Einsatz, um es Gott aufzuopfern.
Joe ist ein erfolgreicher Informatiker, mit Sinn für Humor. Er schätzt die Botschaft des heiligen Josefmaria, die besagt, dass man das Gewöhnliche gut machen soll, um es so in Gebet zu verwandeln.

Ich suchte einen Weg, um heilig und katholisch zu sein, ohne Priester zu werden oder einer Ordensgemeinschaft beizutreten. Der heilige Josefmaria schien mir in dieser Hinsicht als einziger etwas zu sagen zu haben. Er bot mir eine laikale Spiritualität an, eine, die mich in der Gesellschaft beläßt, die keinen Druck ausübt, meinen Beruf aufzugeben und nach Zimbabwe zu ziehen. Andere Leute sprachen immer von Berufungen und meinten damit Priester- oder Ordensberufungen. Diese Denkungsart ließ mich (und 95% der übrigen Christen) draußen in der Kälte stehen. Ich kann kein Priester oder Mönch werden, denn ich bin Ehemann und Vater. Und auch ich habe eine Berufung.

Die Botschaft des heiligen Josefmaria gab mir so etwas wie eine Straßenkarte, eine Struktur und apostolischen Eifer. Ich habe jetzt auch einen geweiteten Blick für die katholische Kirche und das Christentum im allgemeinen. Ich kann effektiver mit Nichtkatholiken sprechen, denn ich sehe in anderen Konfessionen viele Elemente der Wahrheit und fühle mich dadurch nicht bedroht.

Meine Frau und ich haben eins unserer sechs Kinder verloren. Ich kann überhaupt nicht in Worten ausdrücken, was das bedeutete. Niemand sollte sein eigenes Kind begraben müssen. Aber unser Vertrauen auf Gott wankte nie. Irgendwie sind wir Gott näher gekommen, indem wir dieses schwere Kreuz umarmt haben. Wir sind auch einander näher gekommen, und wir sehen alles andere als weniger wichtig an. Das gibt neue Lebensperspektiven.

Es ist gar keine Frage, dass ich ein glücklicherer Mensch bin, nachdem ich dem Opus Dei und dem heiligen Josefmaria begegnet bin. Ich bin weniger an die Dinge gebunden, die in Wirklichkeit keine Bedeutung haben. Ich weiß, wem ich meine Energien und meine Zeit widme, nämlich meiner Familie, meiner Beziehung zu Gott und dem Versuch, durch persönliche Freundschaft Menschen für Gott zu gewinnen. Mein Beruf ist mir sehr wichtig, aber er ist kein Ziel in sich selbst, nur ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist egal, wo ich arbeite oder was ich tue, so lange ich es nur mit vollem Einsatz tue und es in der heiligen Messe aufopfere.